Halsstraffung

Ein schlanker, straffer Hals mit einer markanten Abgrenzung von der Halslinie zum Gesicht, ist eines der wichtigsten Merkmale von Jugendlichkeit im Gesichts-Hals-Bereich. Daher wird in über 90% der Gesichtsstraffungen, der Hals in gleicher Sitzung mitgestrafft, um das natürliche Erscheinungsbild abzurunden.

Die Vielzahl der störenden Merkmale an Ihrem Hals, können mit einer adäquaten, oder einer Kombination von Techniken der Halsstraffung chirurgisch korrigiert werden. Ziel ist es, einen schlanken Hals mit defierter Kinnlinie und glatter Haut zu formen.

 

Laserassistierte Fettabsaugung am Hals bei Doppelkinn

Unter dem Kinn gibt es zwei kleine Fettdepots, die durch das Platysma, eine bindegewebige Schicht, voneinander getrennt sind: das superfiziale, oberflächliche Fettkompartment und das tiefe Kompartment. Das störende sichtbare Fettdepot liegt oft im oberflächlichen Anteil und lässt sich gut durch eine Fettabsaugung entfernen. Die klinische Untersuchung sollte vorher erfolgen, um zu klären, welches Fettdepot störend ist. Ferner sollten dabei auch Schilddrüsenveränderungen ausgeschlossen werden.

Die laserassistierte Fettabsaugung am Hals hat den Vorteil, das sich die Haut zusätzlich optimal strafft. Die verschlankte Kontur wirkt durch den Straffungseffekt deutlich jugendlicher. Die Einstiche sind nur ca 3mm breit und werden dezent unter der Kinnlinie seitlich angelegt. Die Fettabsaugung am Hals kann unter Lokalanästhesie oder unter Vollnarkose stattfinden. Die Dauer beträgt ca. 1h und erfolgt ambulant. Nach der Operation müssen Sie aufgrund der Schwellneigung eine Kompressionsmaske am Hals für 2 Wochen Tag und Nacht tragen, und anschließend 2 Wochen nachts. Es hilft dabei, dass die Haut sich optimal auf die verschlankte Unterfläche anlegt und die Schwellung sich nicht zu stark ausdehnt.

Vorbereitung

Das störende Fettpolster wird durch den Tastbefund lokalisiert und markiert. Die kleinen Einstiche für die laserassistierte Fettabsaugung werden dezent seitlich am Hals angezeichnet.

Technik

Die Entfernung der Fettkörper erfolgt mittels laserassistierter Fettabsaugung in Tumeszenztechnik. Nach dem Einbringen der Lokalanästhesie wird nach 30 min. Einwirkzeit mit einer sehr feinen, gewebeschonenden Laserkanüle, der oberflächliche und ggf. auch der tiefer liegende Fettkörper gelasert. Der Laser hat die Eigenschaft das Fettgewebe gezielt und schonend für das umliegende Gewebe zu verflüssigen, und die Haut zu straffen. Die Laserenergie stimuliert die Bindegewebszellen neues Kollagen zu bilden. Das verflüssigte Fett wird anschließend mit einer sehr feinen Kanüle abgesaugt. Die kleinen Einschnitte sind nach Abheilung nicht mehr sichtbar.

Ausfallzeit ambulant, 2 Wochen, Mieder muss für 2 Wochen tagsüber und nachts getragen werden.

Dauer 1 Stunde

Anästhesie Vollnarkose, Lokalanästhesie

Halsstraffung (Neck Lift)

Der Hals ist ein wesentliches Merkmal der Jugend. Mit zunehmendem Alter erschlafft die Haut unter dem Kinn. Der Hals fängt an zu „hängen“, d.h. die Haut am Hals erschlafft und es bilden sich Falten. Die Haut wird zunehmend dünner. Oft kommen noch Sonnenschäden hinzu. Man kann heutzutage die geschilderten Probleme minimal-invasiv mit dem Butterfly Lift am Hals, der PRP Therapie oder einer Fadentherapie kombiniert mit Fadenlifting bis zu einem bestimmten Punkt verbessern. Jedoch stellen diese Verfahren einen Kompromiss ab einem bestimmten Punkt der Hautalterung dar. Das Ziel einer chirurgisch, sauber durchgeführten Halsstraffung ist eine definierte Kinnlinie und straffe Halshaut, auch wenn Sie Ihren Kopf nach vorne neigen. Die Halsstraffung kann durch zwei Zugangswege durchgeführt werden: mit der Schnittführung hinter dem Ohr oder unter dem Kinn.

Halsstraffung (Neck-Lift) mit Schnittführung hinter dem Ohr

Die Schnittführung erfolgt hinter dem Ohr nach oben hinten in einer leichten S-Kurve verlaufend entlang der Haarlinie. Die Narbenheilung in dieser Region ist sehr unauffällig, so dass nach einigen Monaten der Narbenverlauf nicht mehr zu sehen ist. In über 90% der Fälle wende ich diese Technik gemeinsam mit einem Face Lift an.

Bei dieser Technik wird die Haut von der bindegewebigen Unterhaut, dem Platysma (dies ist die Fortsetzung des SMAS am Hals, s. Face Lift) gelöst. Anschließend wird am seitlichen Rand des Platysma ein kleines Fenster präpariert (Platysmafenster). Über dieses Fenster wird mit einem speziell dafür entwickeltem Instrument das Platysma mobilisiert. Anschließend kann man dieses mit sehr feinen Nähten hinter dem Ohr fixieren. Mit der tiefen bindegewebigen Schicht wird der Hals so neu geformt und gestrafft. Anschließend wird die darüber liegende Haut nahezu spannungsfrei auf die jugendlich wohlgeformte Unterschicht seitlich hinter dem Ohr vernäht. Es wird dabei penibelst darauf geachtet, dass die Haut nicht unter Zug eingenäht wird, da es sonst zu auffälligen, gedehnten Narben kommen kann. Die Fäden werden nach 7 bzw 14 Tagen entfernt.

Vorbereitung

Die Schnittführung erfolgt hinter dem Ohr entlang in einer leichten S-Kurve nach oben hinten entlang der Haarlinie.

Technik

Die Halshaut wird von der bindegewebigen Schicht, dem Platysma, getrennt. Das Platysma wird mit einem speziellem Instrument schonend mobilisiert. Die Haut wird nach hinten und oben drapiert, die überstehende Haut entfernt und spannungsfrei vernäht. Das Platysma wird anschließend hinter dem Ohr fixiert.

Ausfallzeit

Eine stationäre Übernachtung, ca. zwei Wochen Abstand nehmen von sozialen und beruflichen Leben. Eine Kompressionsmaske sollte zwei Wochen Tag und Nacht getragen werden, um eine schnelle Abschwellung und ein schönes Ergebnis zu erhalten. Der Fadenzug erfolgt nach einer und zwei Wochen.

 

Ausfallzeit siehe oben

Dauer ca. 2 Stunden

Anästhesie Vollnarkose

Halsstraffung mit Schnittführung unterhalb des Kinns (Submentale)- Anteriore Platysmaplastik

Der Hautüberschuß unterhalb des Kinns, von vielen Patienten auch „Gänsehals“ bezeichnet ist wird oft als besonders störend empfunden, und erfordert in einigen Fällen eine besondere Technik der Halsstraffung: Die anteriore Platysmaplastik oder auch vordere Halsstraffung genannt. Es entspricht sozusagen einer Taillenstraffung in der Mittellinie des Halses. Die Ursache dieser erschlafften Halsform sind zum einen der Hautüberschuß, zum anderen die auseinanderweichende, erschlaffte muskuläre Schicht, das Platysma. Um dies zu korrigieren und eine straffe jugendliche Form wiederherzustellen, muss diese muskuläre Schicht durch eine Naht wieder zusammengeführt und die überstehende verbleibende Haut entfernt werden.

Die vordere Halsstraffung wird in Verbindung mit einem Facelift durchgeführt, um eine harmonisches und dauerhaftes Ergebnis für die Gesichts- und Halsregion zu erhalten.

Das chirurgische Vorgehen bei der anterioren Platysmaplastik wird in Vollnarkose durchgeführt, der Kopf des Patienten hat eine 90° Position im Kinn-Hals Winkel. Es erfolgt ein Hautschnitt unter dem Kinn ca. 1,5 cm hinter der unteren Kinnfalte. Er ist ca. 3-4cm lang und zeigt sich nach Abheilung als eine feine im Hautbild verschwindende Linie (führt man den Schnitt in der Kinnfalte durch wird diese später als narbige Einziehung sichtbar).

Anschließend wird das Platysma unter der Haut vorsichtig präpariert. Es präsentieren sich ein zu beiden Seiten hin erschlaffte, auseinandergewichene Muskelschenkel. Diese werden wieder mit einer speziellen Nahttechnik wie zu einem Korsett zusammengeführt und fixiert. Zum Ende wird die Haut nach oben zum Kinn hin gestrafft und die überstehende Haut entfernt. Es erfolgt eine spannungsfreie Hautnaht, um sichtbare Narben zu vermeiden.

Vorbereitung

Nach durchgeführtem Face Lift wenden wir uns dem Hals zu. Der Kopf wird in 90° Position zum Hals gebracht und es wird mittig hinter der unteren Kinnfalte ein Hautschnitt durchgeführt von ca. 3 - 4cm Länge.

Technik

Nach dem erfolgten Hautschnitt wird das Platysma dargestellt. Es werden die senkrechten Muskelbänder gelöst. Die beiden divergierenden Muskelschenkel werden gestrafft, indem sie mittels feinster Nahttechnik wie zu einem Korsett zusammengeführt werden. In einigen Fällen erfolgt das Entfernen von überschüssigen Fettpolstern. Dann wird die übermäßige Haut entfernt und mit einer fortlaufenden Naht verschlossen.

Ausfallzeit

Eine stationäre Übernachtung, ca. 10 Tage Abstand nehmen von sozialen und beruflichen Leben, Die Fäden werden nach ca. 8-10 Tagen entfernt. Eine Kompressionsmaske sollte zwei Wochen Tag und Nacht getragen werden, um eine schnelle Abschwellung und ein schönes Ergebnis zu erhalten.

Ausfallzeit siehe oben

Dauer Die Operationszeit beträgt ca 1,5 Stunden

Anästhesie Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt.